·Start·   ·Kontakt·   ·Impressum·



·Willkommen·

·Aktuelles·

·Termine·

·Warum VeW·

·Verbandsstruktur·

·Obmannschaften·

·Satzung·

·Weihenstephan·

·Ludwig-Narziß-Preis·

·Aufnahmeantrag·

·Kontakt·

·Mediadaten/AGB·


Aktuelles

Tatort Mainhattan

97. Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main

Nicht wegen ihrer Bankeinlagen, sondern aus Verbundenheit zum Hochschulort Freising-Weihenstephan und zur intensiven Pflege ihres Netzwerkes sind über 200 ehemalige Weihenstephaner, viele mit Kindern, nach Frankfurt am Main gekommen und haben sich dort sehr wohl gefühlt.
Schon am Begrüßungsabend zeigte sich die Sonne über Frankfurt und sorgte für eine angenehme Stimmung unter dem Glasdach und auf der Terrasse des Museums für Kommunikation. Der Ort, nomen est omen, verleitete gerade zur Kommunikation, zum Austausch von Neuigkeiten aus und über die Branche.

Erfolgreiches Verbandsjahr 2013
Die 97. Mitgliederversammlung des VeW fand im altehrwürdigen Plenarsaal der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung im Rathaus statt, ein toller Rahmen, der sicher allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben wird. Schriftführer Dr. Björn Klotzbücher verwies kurz auf den Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft sowie auf das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 20. September 2013 anlässlich der drinktec in München. Das Protokoll wurde im „Der Weihenstephaner Nr. 4, 2013, S. 176 ff in Kurzform veröffentlicht und war in der Geschäftsstelle in Langform anzufordern. Der Bericht über das Verbandsjahr 2013 war im Jahrbuch Nr. 1, 2014, S. 42 nachzulesen. Dr. Klotzbücher wies darauf hin, dass die 2013 beschlossene Satzungsänderung jetzt eingetragen und in Kraft getreten ist. Das Protokoll wurde einstimmig angenommen.
Für Schatzmeister Peter Zacharias war 2013 ein sehr erfolgreiches Jahr – auch und vor allem bei den Finanzen. Die Finanzplanung 2014 war vom Beirat auf seiner Sitzung im März dieses Jahres einstimmig genehmigt worden. Für die Kassenprüfer Lothar Zierer und Dr. Albrecht Kunz stellte Lothar Zierer fest, dass die Buchführung bei Petra Hein, Leiterin der Geschäftsstelle, dankenswerter Weise in besten Händen liegt. Auch bei Angelika Scheulen-Bläsius bedankte sich Zierer für ihren Einsatz in Sachen Verbandszeitschrift. Angesichts der sehr guten Entwicklung und der vielen geleisteten ehrenamtlichen Arbeit galt sein Dank auch der Vorstandschaft, deren Entlastung er beantragte. Diese wurde einstimmig angenommen.
Die Mitgliederversammlung stimmte auch einstimmig für die neuen Obmänner: Norbert Zierer, Oberbayern-Weihenstephan, und Hinrich Hommel, Österreich. Dr. Lehmann dankte allen Obmännern für die trotz mancher Widerstände mit großem Elan geleistete ehrenamtliche Arbeit. Zur Unterstützung dieser Arbeit vor Ort hat die Vorstandschaft angeregt, eine neue Serie in der Verbandszeitschrift zu initiieren: „So schmeckt der VeW – in der Obmannschaft XY“. Hierbei geht es um die Vorstellung der jeweiligen Obmannschaft sowie um die Präsentation und Verkostung von Spezialitäten, gebraut von Mitgliedern der Region. Bei der Durchführung derartiger Veranstaltungen, zu denen auch Tagespresse und Gäste eingeladen werden können, wird die Vorstandschaft behilflich sein.

Interdisziplinäres Studienangebot
Prof. Dr. Horst-Christian Langowski, VeW-Ehrenmitglied und Studiendekan der Fakultät für Brau- und Lebensmitteltechnologie der TU München in Weihenstephan, gab einen kurzen Überblick über die neuesten Entwicklungen in seinem Bereich. Angeboten werden die Studiengänge (Pharmazeutische) Bioprozesstechnik, Brauwesen und Getränketechnologie sowie Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel mit den Abschlüssen Bachelor of Science (6 Semester), Master of Science (4 Semester) und Diplom-Braumeister (7 Semester). Die Zahl der Anfänger schwankt seit Jahren um 300 herum. Gerade im Master-Bereich sind sie steigend. Wichtig, so Prof. Langowski, ist die Durchlässigkeit nach allen Seiten.
Insgesamt studieren zurzeit 1524 Studierende an der Studienfakultät, davon 423 im Bereich Brauwesen und Getränketechnologie, 177 bei den Diplom-Braumeistern, 540 im Bereich Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel und 375 in der Sparte Bioprozesstechnik.
Die Nachfolge von Prof. Karl Sommer ist nunmehr geregelt. Eingerichtet werden drei sogenannte W2-Tenure-Track-Professuren (s. Der Weihenstephaner Nr. 1, 2014, S. 31). Diese Stellen sind als „Assistant Professor“ zunächst auf sechs Jahre befristet. Dann erfolgt eine Evaluierung sowie evtl. die Verstetigung als W3-Professor. Es handelt sich hier um die Bereiche Biothermodynamics, Solids Process Engineering und Fluid Dynamics. Zwei feste Zusagen liegen bereits vor, die Dritte wird wohl bald erfolgen.
Nach der Inbetriebnahme des Internationalen Getränkewissenschaftlichen Zentrums Weihenstephan (IGZW) wird jetzt die Renovierung des Praktikumsgebäudes am ZHG in Angriff genommen. Vollständig renoviert werden muss auch das Gebäude des Lehrstuhls für Brau- und Getränketechnologie. Der Termin für den Abriss des „Braufakultätsgebäudes“ steht immer noch nicht fest.
Durch den Wegfall der Studiengebühren sinken die Zuweisungen von 350 EUR auf 290 EUR pro Studierenden. Somit steht u.a. auch weniger Geld für Exkursionen zur Verfügung. Um die finanzielle Situation zu verbessern (Skriptendruck usw.), wurde ein Verein zur Förderung von Studium und Lehre an der Studienfakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie gegründet. Endlich durchgesetzt werden konnte das Semesterticket für alle Münchner Hochschulen.
Kurz berichtete Prof. Langowski auch noch über den Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel IGL. Im Jahr 2013 sind 40 Exkursionen à 50 Teilnehmer durchgeführt worden. Darüber hinaus hat die Studienfakultät an verschiedenen Messen teilgenommen und ein Schaubrauen mit Promis durchgeführt. Das soll auch die nächsten Jahre stattfinden, wobei das jeweilige Bier am Tag des Bieres der Öffentlichkeit präsentiert wird. Abschließend wies Prof. Langowski noch auf zwei wichtige Termine hin: 150 Jahre Braufakultät mit einer Festveranstaltung im Herbst 2015 und 500 Jahre Reinheitsgebot mit einer Festveranstaltung am 23. April 2016 in Ingolstadt. Weitere Informationen: www.studienfakultaet.de

HSWT-Hochschulstudiengang gut gestartet
Eine äußerst positive Zwischenbilanz zog Prof. Dr. Winfried Ruß, Professor für Apparate- und Anlagentechnik in der Getränkeherstellung, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) sowie Studienfachberater für den Hochschulstudiengang Brau-Getränketechnologie, der auch im dualen System angeboten wird. Zurzeit sind 179 Studierende eingeschrieben, jeweils 70 im zweiten und vierten sowie 39 im sechsten Semester. Um den persönlichen Kontakt zwischen den Studierenden und den Professoren möglichst eng zu halten, liegt das Ausbauziel bei ca. 240 Studierenden.
Der Ausbau der Versuchsanlagen inklusive Labor verläuft planmäßig. Mittlerweile hat man schon eine Halle mit 1100 qm voll belegt und führt bereits Gespräche über einen Neubau. Für den weiteren Ausbau stehen dieses Jahr nochmals Mittel in Höhe von 600000 Euro zur Verfügung. Eine weitere Professorenstelle, für den Bereich Mess- und Regeltechnik sowie Automation, wird noch ausgeschrieben.
Prof. Ruß sieht diesen Hochschulstudiengang nicht als Konkurrenz zur TUM-Weihenstephan. Man will neben dem Bachelor bzw. Master of Science der TUM den eher praxisbezogenen Bachelor of Engineering anbieten, den klassischen „FH-Ingenieur“ mit entsprechenden Grundausbildung und Praxiswissen für die Anwendung. Prof. Ruß bevorzugt einen Neuzugang von 60 Studenten pro Jahr, die Hochschulleitung hätte gerne 90 pro Jahr. Prof. Ruß will in den Praktika, die die Professoren persönlich abhalten, nicht mehr als 16 Teilnehmer betreuen.
In den letzten beiden Jahren hatte man 350 Bewerber und somit Zulassungsbegrenzungen mit einem NC bei 2,6. Das Studium ist anwendungstechnisch und interdisziplinär ausgelegt. Im 5. Semester gehen die Studierenden in die Praxis. Prof. Ruß dankte allen Betrieben für die Bereitschaft, derartige Praktikumsplätze zur Verfügung zu stellen. Er berichtete auch von positiven Rückmeldungen aus den Brauereien im In- und Ausland. Um den Kontakt zur Industrie noch zu verbessern soll ein Beirat eingerichtet werden, in dem die einschlägigen Verbände und führende Manager aus der Branche ihre Erfahrungen mit einbringen können hinsichtlich der Gestaltung und der Inhalte des Studienganges. Für den Bachelor of Engineering benötigen die Absolventen 3,5 Jahre bzw. sieben Semester, im dualen System 4,5 Jahre bzw. neun Semester, allerdings inklusiv Facharbeiterbrief. Voraussetzung für den dualen Weg ist aber eine Mindestbeteiligung von 16 Studierenden pro Jahrgang, da für diese Gruppe eine eigene Berufsschulklasse in München eingerichtet werden muss. Prof. Ruß appellierte erneut an die Brauereien diese Ausbildungsmöglichkeit stärker publik zu machen und entsprechend auch zu unterstützen. Sein Ziel ist es, rund 50 Prozent eines jeden Jahrganges für das duale System zu gewinnen.

Aktivitäten der Fachschaft
Frederik Amrhein stellte kurz die Aktivitäten der Fachschaft an der TUM-Studienfakultät vor, die sich aufteilt in Hochschulpolitik und in Vereinsarbeit, in der es um die Organisation des Sommerfestes (Freibierfest), der Weihenstephaner IndustrieRunde (WIR), des jährlichen Fußballturniers und der Messeauftritte geht. Die WIR war 2013 sehr aktiv. Ihre Veranstaltungen konnten den Studierenden Einblick in verschiedene Bereiche der Industrie geben, und zwar über Vorträge, Workshops und Exkursionen. Das Sommerfest findet am 27. Juni 2014 statt. Bierspenden sind, wie immer, willkommen. Bei der BrauBeviale 2014 wird die Fachschaft zusammen mit der Studienfakultät vertreten sein.

Deutschlandstipendium für Weihenstephaner
In seinem kurzen Bericht über die Weihenstephaner Jubiläumsstiftung 1905 ging Dr. Christoph Tenge auch noch einmal auf die Beteiligung der Stiftung am Deutschlandstipendium ein. Dieses wird in Höhe von 300 EUR pro Monat für zwei Semester gewährt, eine Wiederbewerbung ist möglich (s.a. „Der Weihenstephaner Nr. 1, 2014, S. 6). Neben Frederik Amrhein, Dominik Reindl und Josef Kimberger von der TUM-Studienfakultät Brau- und Lebensmittelqualität, konnten sich auch Martin Mayer und Sebastian Hinz von der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf über eine entsprechende Förderung freuen.

Lebendiger Verband dank Zeitschrift
Für Dr. Lehmann war die Entscheidung, die Verbandszeitschrift „Der Weihenstephaner“ im Eigenverlag herauszubringen und optisch entsprechend aufzuwerten goldrichtig. Die Zeitschrift ermöglicht es den Mitgliedern, ihren Verband zu erleben und sich entsprechend auf dem Laufenden zu halten. Allerdings sollten die Mitglieder dieses Forum auch stärker durch eigene Beiträge unterstützen. Sein Dank galt in erster Linie Angelika Scheulen-Bläsius für den enormen Elan, mit dem sie diese Zeitschrift in jeder Hinsicht puscht, aber auch Dr. Karl-Ullrich Heyse für die ehrenamtliche Mitarbeit und dem Fachverlag Hans Carl, Nürnberg, für die gute Zusammenarbeit nicht nur im Vertrieb. Eigens bedankte sich Dr. Lehmann bei den Autoren und besonders auch bei den Inserenten, ohne die man die Verbandszeitschrift nicht herausgeben könnte.

Wichtige Termine
Die 98. Mitgliederversammlung findet 2015 in Freising-Weihenstephan im Hörsaal 14 statt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Im Jahre 2016 wird anlässlich der 500-Jahr-Feier des Bayerischen Reinheitsgebotes ein großes Treffen aller Verbände und Vereinigungen in Ingolstadt stattfinden. Die 100. Mitgliederversammlung wird dann 2017 in München abgehalten werden.

50 Jahre Professorenschaft
Prof. Dr. Ludwig Narziß wurde zum 1. April 1964 als Nachfolger von Prof. Karl Schuster auf den Lehrstuhl für Technologie der Brauerei I berufen. Gleichzeitig übernahm er die Leitung der Bayerischen Lehr- und Versuchsbrauerei. Aus diesem Anlass hielt VeW-Ehrenmitglied Dr. Karl-Ullrich Heyse eine kurze Laudatio. Dr. Lehmann überreichte anschließend eine Collage, zusammengestellt von Prof. M. Krottenthaler und Prof. W. Ruß, die zwei Leidenschaften des Jubilars kombiniert: das Erstellen von Folien sowie das Thema Eisenbahn. Die Versammlung ehrte Prof. Narziß mit minutenlangen stehenden Ovationen.

Erlebnisreiche Streifzüge durch die Stadt Der Samstagnachmittag stand dann ganz im Zeichen der verschiedenen Führungen. Die Obmannschaft Hessen unter Leitung von Dr. Moritz Krahl hatte mit acht Themenrundgängen ein facettenreiches Programm zusammengestellt von „Frankfurt Historisch“ über „Frankfurt und der Ebbelwoi“, „Auf Goethes Spuren“, Schmelztiegel Bahnhofsviertel“ und „Historische Kriminalgeschichte“ bis hin zu „Berühmte und vergessene Frauen“, „Architektur in Frankfurt“ und das „Museumsufer“.
Der Festabend wurde schließlich auf der „FGS Nautilus“ gefeiert. Ruhig dahingleitend konnten die Teilnehmer die Skyline von „Mainhattan“ im Abendlicht sowie beleuchtet vor dem Nachthimmel genießen, dazu die guten Radeberger-Biere und ein tolles Buffet. Dr. Lehmann nutzte die Gelegenheit, um sich noch einmal bei Dr. Moritz Krahl zu bedanken – nicht nur für die hervorragende Organisation, sondern auch für die großzügigen Bierspenden. Sein besonderer Dank galt auch den zahlreichen Sponsoren, ohne die eine derartige Veranstaltung kaum durchzuführen wäre. Zum „Schoppe petze“ trafen sich dann die Weihenstephaner am Sonntagvormittag im „Depot 1899“ in Sachsenhausen. Hier fand dasabwechslungsreiche Treffen seinen würdigen Abschluss.

Fotos: asb

Zurück zur Übersicht

Copyright 2002-2018 by VeW e.V. · Letzte Aktualisierung am 02.01.2018
Client consulted by   Logo 2mcon